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Instandsetzung der Tunnels an der Sustenpassstrasse

Aktuelles

Im 2018 wird der letzte der 3 Tunnels der 1. Priorität, der 1. Bäreggtunnel, an der Sustenpassstrasse saniert. Zudem wird im Juni im Wasserfalltunnel der Deckbelag eingebaut und - wenn es die Wetterverhältnisse im Herbst zulassen - bei allen drei sanierten Tunneln die Oberflächenbeschichtung der Tunnelwände aufgetragen.

Am 16. April beginnen die Bauarbeiten beim 1. Bäreggtunnel, welche bis Ende September 2018 dauern werden.
In der ersten Etappe, die bis Ende Juni dauert, wird das Tunnelprofil wo nötig ausgeweitet, die alten Bankette teilweise abgebrochen und die talseitigen Fundamente und Entwässerung erstellt. In der zweiten Etappe werden die gleichen Arbeiten bergseitig ausgeführt. In dieser Zeit ist der Tunnel einspurig befahrbar. Die Verkehrsregelung erfolgt durch eine Lichtsignalanlage. Bei grösserem Verkehrsaufkommen wird unter Umständen ein Verkehrsdienst aufgeboten.
In der dritten Etappe wird dann vollflächig eine Tunnelabdichtung eingebaut und eine Innenschale mit Spritzbeton aufgetragen. Diese Arbeiten können teilweise tagsüber mit einspurigen Verkehr ausgeführt werden. Zusätzlich muss der Tunnel während maximal 9 Wochen (vom 2. Juli bis 31. August 2018) in der Nacht vollständig gesperrt werden. Die Nachtsperrungen dauern jeweils von 22:00 bis 05:00 Uhr an. Während dieser Zeit ist eine Tunneldurchfahrt nicht möglich. Einzig Blaulichtfahrzeuge können die Baustelle unter erschwerten Bedingungen passieren. Die Sperrung wird sowohl auf Berner wie auch auf Urner Seite signalisiert.
Die Abschlussarbeiten werden im September 2018 ausgeführt und beinhalten die Fertigstellung der Portalbereiche, den Einbau des Strassenbelags und das Auftragen der Oberflächenbeschichtung an den Tunnelwänden.

Ausgangslage

Die Kantonsstrasse Nr. 11, Innertkirchen - Susten, ist auf dem 1. Abschnitt bis Gadmen ganzjährig offen und befahrbar. Der zweite Abschnitt zum Sustenpass ist nur während ca. 5 Monaten geöffnet. Mit der Passöffnung verändert sich auch die Bedeutung der Strasse. Im Winter ist die Verbindung zum Tal die Hauptaufgabe, im Sommer der Tourismusverkehr in die Bergwelt und über den Sustenpass. Die Sustenpassstrasse wird im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz IVS als Objekt von nationaler Bedeutung eingestuft. Um den Fortbestand der unzähligen, überaus wertvollen Elemente der Passstrasse als weitgehend intaktes Ensemble zu erhalten, hat das Tiefbauamt des Kantons Bern, Oberingenieurkreis I, den Richtplan Sustenpassstrasse BE (RPS) erstellt und durch den Regierungsrat genehmigen lassen.
Die Mitte der 40er-Jahre gebaute Passstrasse ist mit 17 Tunneln bestückt. Diese wurden in den späten 80er-Jahren mehrheitlich ausgeweitet und provisorisch mit Spritzbeton versehen. Teilweise sind Fundamente erstellt worden, damit später ein Betongewölbe und eine Längsentwässerung eingezogen werden können. Bei den zwei untersten Tunnels (Wiler und Furentunnel) ist die Innenschale bereits ausgeführt worden.

Phase 1: Globales Erneuerungskonzept (2010 - 2011)

Der Zustand der 15 Tunnels oberhalb Gadmen ist im Allgemeinen schlecht. Der Spritzbeton weist viele Risse auf, an verschiedenen Stellen tropft Wasser auf die Fahrbahn und führt im Frühjahr und Herbst zur Eiszapfenbildung an der Decke und zur Eisbildung auf der Fahrbahn.
In dieser ersten Phase wurde nun einerseits der heutige Zustand der Bausubstanz und der Ausrüstung aufgenommen, anderseits Massnahmen erarbeitet, um die Bausubstanz der Tunnels zu erhalten und die Ausrüstung, soweit nötig, den heutigen Sicherheitsstandards anzupassen. Gleichzeitig wurden die Zielsetzungen des Richtplans Sustenpassstrasse (RPS) berücksichtigt. Prioritär ist nun die Instandsetzung der folgenden Tunnel:

  • Gschlettertunnel
  • 1. Bäreggtunnel
  • Wasserfalltunnel

Phase 2: Das Projekt (2012 - 2015)

In dieser Phase wurden die Bauprojekte für die drei Tunnels der 1. Priorität erstellt. Die Planung erfolgte durch ein interdisziplinäres Team. Neben der eigentlichen Betoninstandsetzung mussten auch die Naturgefahren im Bereich der Portalvorzonen beurteilt und entsprechende Massnahmen geplant werden. Zudem wurden alle Massnahmen im Einklang mit dem RPS erarbeitet. Der RPS ist behördenverbindlich und hat das Ziel, die gestalterische und denkmalpflegerische Qualitätssicherung zu gewährleisten. Die Umsetzung des RPS wurde durch die Begleitung eines Gestaltungsbeauftragten sichergestellt.
Die im vereinfachten Strassenplanverfahren genehmigten Projekte zum Aufbringen einer Abdichtung und Einbau einer Innenschale - unter Einbezug der Portale und Felssicherungsmassnahmen in den Portalbereichen - konnten im März 2015 genehmigt werden.
In der zweiten Jahreshälfte 2015 werden die Felssicherungsarbeiten und die Baumeisterarbeiten submittiert, mit dem Ziel, die Arbeiten anfangs 2016 zu vergeben.

Phase 3: die Ausführung (2016 - 2018)

Bauprogramm und Verkehrsführung
Durch die besondere Lage der Strasse - alpines Gebiet, keine Ausweichrouten, enge Platzverhältnisse - sind in der Ausführungsphase verschiedene Herausforderungen zu meistern:

  • Die Bauzeit beschränkt sich auf die Passöffnungszeiten. Durch das Forcieren der Schneeräumung lässt sich die Bauzeit minimal verlängern.
  • Die Verkehrsführung muss während der ganzen Bauzeit mindestens einspurig möglich sein. Daher müssen die Arbeiten in Etappen erfolgen. Arbeiten, die die ganze Strassenbreite beanspruchen, sind in der Nacht oder an Randzeiten auszuführen.
  • Vor Inangriffnahme der eigentlichen Bauarbeiten müssen die Felspartien in den Portalbereichen gereinigt und allenfalls gesichert werden. Dies schränkt die ohnehin schon kurze Bauzeit noch mehr ein.
  • Installationsplätze sind im Allgemeinen nicht vorhanden. Die zur Verfügung stehenden Flächen beschränken sich auf die gesperrte Strassenspur in den Portalbereichen.

Das Terminprogramm sieht vor, pro Jahr die Hauptarbeiten an einem Tunnel auszuführen. Fertigstellungsarbeiten wie Belagsarbeiten oder die Beschichtung der Tunnelwände sind feuchtigkeits- resp. temperaturabhängig und sind daher im darauffolgenden Jahr vorgesehen.

Terminprogramm

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Kosten

Die Gesamtkosten betragen rund 6,2 Millionen Franken.

 

Projektbeteiligte

Bauherrschaft:

Tiefbauamt des Kantons Bern

Oberingenieurkreis I

Paride Pizzoferrato

Schlossberg 20

3602 Thun

Tel. +41 31 636 44 00

paride.pizzoferrato@bve.be.ch

 

Planungsteam

Projektingenieur:                 

Bächtold & Moor AG

Giacomettistrasse 15

3000 Bern 15

 

Geologen:      

Kellerhals + Haefeli AG

Kapellenstrasse 22

3011 Bern

 

Gestaltungsbeauftragter:

Uli Huber, Lohner + Partner GmbH

p.A. Gerechtigkeitsgasse 2

3011 Bern

 

 


Weitere Informationen

 


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