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Sanierung Ortsdurchfahrt Frutigen

Ausgangslage

Die Ortsdurchfahrt Frutigen weist gravierende Defizite auf. Insbesondere ist der Strassenzustand schlecht und muss saniert werden. Der Strassenzug führt durch den Ortsbildschutzperimeter. In diesen engen ortsbaulichen Verhältnissen sind die Sichtverhältnisse sowohl für den Längsverkehr als auch für ab- und einbiegende Motorfahrzeuglenkende und Velofahrende sowie für fahrbahnquerende Zufussgehende ungenügend. Die Vorgaben des Sachplans Veloverkehr sind nicht umgesetzt. Die Schulwegsicherheit wird heute teilweise durch Lotsendienste sichergestellt. Für Behinderte ist die Durchgängigkeit nicht überall gegeben. Diese Defizite führten zur Auslösung des Projekts: «Sanierung Ortsdurchfahrt Frutigen».

Projektziele

  • Die Leistungsfähigkeit und ein stetiger Verkehrsfluss für den Durchgangsverkehr werden gewährleistet. Für den Spitzenstundenverkehr an Winterwochenenden und Grossanlässen sind mit dem Korridorkonzept Kandertal koordinierte Massnahmen nötig. 
  • Mit der Ausgestaltung der Ortsdurchfahrt sollen die Richtplanziele und Normen erfüllt werden.
  • Die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Schulkinder, ältere Personen und Behinderte wird verbessert.
  • Bauliche Sanierung des Strassenkörpers und der Strassenausrüstung.
  • Die Wohn-, Arbeits- und Zirkulationsqualität im Dorf wird verbessert.
  • Zufahrt und Zugang zu Läden, Wohngebäuden und Gewerbebetrieben werden gewährleistet bzw. verbessert.
  • Erstellen von Haltestellen für den öffentlichen Busverkehr, die den Normen entsprechen.
  • Die Umgestaltung der Strasse leistet einen Beitrag zur Aufwertung des historischen Dorfbilds.

Projektbeschrieb

Das Projekt wurde aufgrund unterschiedlicher Randbedingungen und Nutzungen entlang der Kantonsstrasse in drei Abschnitte unterteilt.

Abschnitt 1: Kanderstegstrasse (Widibrücke bis Künzistegstrasse)

Abschnitt 2: Kandersteg- / Dorfstrasse (Künzistegstrasse bis und mit Marktplatz)

Abschnitt 3: Adelbodenstrasse (ab Marktplatz bis zum Spital)

Im Abschnitt 1 und 2 sah das Projekt ursprünglich Tempo-30 (Integration in die beschlossene Zone-30 der Gemeinde) vor. Nachdem der Gemeinderat von Frutigen dies jedoch abgelehnt hat, wird auf der Kantonsstrasse vorerst weiterhin Tempo 50 signalisiert. Da aufgrund bisheriger Erfahrungen erwartet wird, dass die bereits heute eher tiefe effektiv gefahrene Geschwindigkeit (< 50 km/h) nach der Realisierung des Sanierungsprojektes weiter abnehmen wird, kann das Strassenprojekt wie geplant gebaut werden. Nach der Realisierung wird mit einer Wirkungskontrolle geprüft, ob die erwartete Wirkung eingetreten ist oder ob noch optimiert werden muss.

Abschnitt 1

Signalisation und Markierung Abschnitt 1 (Situationsplan 1:500) (PDF, 5 MB, 1 Seite)

Vor der Widibrücke wird die bestehende Fussgängerquerung mit einer Schutzinsel ausgerüstet. Auf der Widibrücke ist lediglich eine Belagssanierung vorgesehen.

Nach der Widibrücke führt die Strasse durch ein intaktes Gewerbegebiet mit vielen seitlich einmündenden Gemeindestrassen sowie unzähligen Parkierungs- und Querungsbedürfnissen. Um allen Anforderungen gerecht zu werden, sind im Projekt beidseitig durchgehende Gehwege und ein Mehrzweckstreifen in der Mitte der Fahrbahn vorgesehen. Der Mehrzweckstreifen besteht aus einem Betonband von 1.50 m Breite, welches aufgrund der engen Platzverhältnisse und den Anforderungen des Winterdienstes durchgehend flächenbündig ausgeführt werden muss. Einzelne wichtige Fussgänger-Querungsstellen werden mit Kandelabern und Pfosten auf dem Mehrzweckstreifen geschützt. Als beste Lösung für die Parkierung hat sich die Anordnung von einzelnen Längsparkfeldern hinter dem Gehweg herauskristallisiert. Hier ist für die Sicherheit der Zufussgehenden wichtig, dass ohne Rückwärtsmanöver über die Gehwege ein- und ausparkiert werden kann.

Weil hier der Platz für Busbuchten fehlt, wird die Bushaltestelle Widi neu in beiden Fahrtrichtungen auf der Fahrbahn in der Unteren Bahnhofstrasse angeordnet. Dadurch können die Behinderungen des Durchgangsverkehrs auf der Kantonsstrasse reduziert werden.

Abschnitt 2

Signalisation und Markierung Abschnitt 2 (Situationsplan 1:500) (PDF, 5 MB, 1 Seite)

In diesem Abschnitt führt die Strasse durch den alten Ortskern mit teilweise erhaltens- oder schützenswerten Häusern, welche sehr nahe an der schmalen Strasse stehen. Hier sind die Sichtverhältnisse so prekär, dass die Anforderungen der Verkehrssicherheit nur mit einer Projektierungsgeschwindigkeit von 30 km/h einigermassen eingehalten werden können. Um auf die besonderen Verhältnisse in diesem Abschnitt aufmerksam zu machen, wird das Erscheinungsbild der Strasse entsprechend angepasst. Der Not gehorchend und um auch hier beidseitig durchgehende Gehwege erstellen zu können, kann auf einigen Unterabschnitten nur eine Fahrbahnbreite von 6.0 m vorgesehen werden. In der starken Steigung und den Kurven wurde die Fahrbahnbreite im nötigen Mass verbreitert. Dies ist hier möglich, weil die teilweise vorhandenen Längsparkplätze aufgrund ungenügender Sichtverhältnisse ohnehin aufgehoben werden müssen. So gelingt es, punktuell kurze Mehrzweckstreifen mit Pfosten zugunsten der querenden Zufussgehenden anzuordnen. In der Kurve beim Knoten Farbgasse ist zusätzlich eine Abbiegehilfe für die Velofahrer eingeplant. Die Bushaltestellen beim Marktplatz befinden sich auch zukünftig in Busbuchten.

Abschnitt 3

Signalisation und Markierung Abschnitt 3 (Situationsplan 1:500) (PDF, 4 MB, 1 Seite)

Die Strecke weist ein starkes Gefälle (bis zu knapp 9 %) und lockerer Bebauung mit entsprechender, punktueller Erschliessung auf. Im Projekt ist hier eine 6.50 m breite Fahrbahn vorgesehen. Auch hier gibt es beidseitig durchgehende Gehwege. Bergwärts fahrende Velos sollen dank der geringen Anzahl der Zufussgehenden auf den Gehweg (Breite mindestens 2.0 m) ausweichen können. Beim Spital sind die Bushaltestellen in Busbuchten angeordnet.

Termine

Mitwirkungsverfahren Herbst 2012
Strassenplan 2017
Öffentliche Auflage Frühjahr 2018
Plangenehmigung Frühjahr 2019
Kreditgenehmigung Herbst 2019
Ausführungsprojekt Herbst/Winter 2019
Ausschreibung Winter 2019/2020
Bau ab Frühjahr 2020

 


Weitere Auskünfte erteilt:

Tiefbauamt des Kantons Bern
Oberingenieurkreis I
Stefan Schöni
Schlossberg 20
3602 Thun
Tel. +41 31 636 44 00
stefan.schoeni@bve.be.ch


 


Weitere Informationen

 


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